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Umweltbildung

Der Fischerei- und Gewässerschutz-Verein Lilienthal und Umgebung e.V. engagiert sich neben Renaturierungsmaßnahmen und dem Wiederansiedlungsprojekt für Wanderfische auch im Bereich der Umweltbildung für Kinder, Jugendliche und alle Interessierten.

Dieses Engagement sieht recht vielfältig aus:

Es bestehen Projekte mit Schulklassen aus Tarmstedt, Wilstedt und Lilienthal. 

Hervorhebens würdig ist das Projekt „Fridolin der Wanderfisch“. Bei diesem Projekt erkunden die Kinder einer 3.ten Klasse aus Tarmstedt den Lebensraum und die Lebensweise des Wanderfisches in der heimischen Wörpe am Beispiel der Meerforelle „Fridolin“. Das Projekt wurde theoretisch  von der Schule begleitet, wobei die Theorie vor Ort praktisch vertieft werden konnte. So erkundeten die Kinder zunächst Fridolins  Lebensraum im Süßwasser direkt an der Wörpe. Sie waren beim Fang der Elternfische mit dabei und konnten das Abstreifen und Befruchten der Meerforelleneier bei unserem Bruthaus in Grasberg live erleben. Anschließend übernahmen sie die Patenschaft für „ihre“ Meerforellen und entließen die geschlüpften Meerforellenbrütlinge in ihr „Jugendzimmer Wörpe“, um sie hoffentlich nach 3-4 Jahren als ausgewachsene Meerforellen auf ihrem Weg aus dem Meer zurück in ihr Heimatgewässer wieder begrüßen zu können.

Bei Renaturierungsmaßnamen an der Wörpe oberhalb von Schnakenmühlen wurde aus einem langweiligen, eintönig begradigtem Stück Flusslauf in dem sich kaum ein Lebewesen wohl fühlte, durch Baggerarbeiten und dem Einbringen von großen Mengen von Kies, wieder ein von der Struktur her interessantes und abwechslungsreiches Gewässer. Dadurch hat das Leben am und im Wasser wieder eine neue Chance bekommen. Auch hierbei wurden wir von Kindern und Jugendlichen tatkräftig unterstützt, indem sie mit viel Eifer, Schaufeln und Händen Kies und Steine in den Flusslauf eingebracht haben.

Ein weiteres Angebot des Vereins für Kinder ist der jährlich statt findene Ferienspaß, bei dem sich alle ab 12 Jahren beim betreuten Angeln in der Wörpe die Langeweile in den Sommerferien vertreiben können. Hierbei erlebt die Generation Videospiele die Umwelt vor ihrer Haustüre und erfährt Flora und Fauna hautnah. Da auch immer Leckereien und kleine Präsente angeboten werden,ist diese Veranstaltung ein Riesen Spaß für alle Kinder und Betreuer.

Bei diversen Veranstaltungen und Ausstellungen präsentiert sich unser Verein auch immer wieder mit Ständen. Hierbei können sich alle Interessierten, ob jung oder alt, über die Arbeit des Vereins informieren. Auch bei diesen Aktionen wird z.B. durch Zeigen von Plakaten oder Schauaquarien mit lebenden Fischarten und anderen Wasserlebewesen aus unseren heimischen Gewässern, über unsere Umwelt direkt vor der Haustür informiert.

Durch alle diese Maßnahmen hoffen wir das Bewusstsein für das Leben am und unter Wasser zu schärfen. Denn gerade das Leben unter Wasser, das sich außerhalb unseres Sichtbereiches abspielt, gerät oft ins Vergessen. Reaktionen und Aussagen  von Interessierten während unserer Projektarbeiten wie: „Ich wusste gar nicht, daß hier überhaupt Leben existiert, und dann noch in solcher Artenvielfalt“ oder „So Interessante Tiere leben hier?“ bestätigen uns in unserer Tätigkeit und sind der Ansporn auch zukünftig diese Informationsarbeit weiter voran zu treiben.

 

Hier ein Beispiel für ein Projekt mit einer 3.ten Klasse aus Wilstedt. Am 09.04.2011 gegen 10.00 Uhr trafen sich Martin Schüppel und Martin Huvart zum Besatz der Meerforellenbrütlinge in die Wörpe mit der Klasse und den Eltern in Begleitung des Bürgermeisters von Wilstedt Herrn Günther Nase.

Zur Veranschaulichung hatte Martin S. seinen PKW zur Leinwand umfunktioniert. Außerdem war ein Tisch mit Infomaterial, einer Brutlade mit Meerforellenbrütlingen sowie einem Kleinaquarium ebenfalls mit Meerforellenbrütlingen aufgebaut worden.

 

Daneben standen schon die Kescher und Eimer für den Besatz durch die Schulkinder bereit. So konnten auch die allerersten Kinder schon ihre Neugier befriedigen.

  

 

 
 
 

In einer weiteren Wanne warteten die Brütling auf Ihre Freilassung

 

  

 

 
 

und auf den unerwarteten Ansturm, der angeführt vom Bürgermeister auch nicht lange auf sich warten lies.

 
 
 
 
 
 

 

Martin Schüppel übernahm dann die Führung bis zum Ausstellungsplatz an der Wörpe. 

 

 

Nach einer kurzen Einleitung durch unsere beiden Martins, welcher die Kinder mit ihren Eltern gespannt lauschten, ging es auch sogleich los.

  

In kleinen Gruppen wurden die Kinder mit einem Eimer mit Brütlingen und einem Kescher bewaffnet.

Anschließend ging es ans Wasser, wo sich die Kinder vorsichtig unter den wachsahmen Augen der Eltern in die Wörpe stellten.
 

 

 
 
 
 
 
 
Dann wurden die Brütlinge endlich mit viel Begeisterung der Kinder behutsam in die Wörpe ausgesetzt. 
 
 
 
 
 
 
Auf Grund der großen Begeisterung und des großen Interesses wird dieses sicherlich nicht die letzte Veranstaltung dergleichen sein.

 

 

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Martin Ehntholt,
16.01.2012, 23:40