Naturschutz‎ > ‎

Umgestaltung von Solabstürzen und Stauwehren

Im Zuge des Wörpe-Ausbaus vor 30 Jahren wurden 19 Stauanlagen im gesamten Bachlauf errichtet. Sie dienten der
Wasserstandsregulierung, sowie der Vermeidung von großen Fließgeschwindigkeiten, die sonst zu Erosionen in der Wörpe führen würden. Es wurden verschiedene Bauarten (z. B. Kaskaden aus Betonfertigteilen) eingesetzt. Durch seine Konstruktion wirkten diese Bauwerke als Aufstiegshindernissse für Fische und Kleinlebewesen. Sie wurden deshalb, wie schon in den 90 er Jahren an 6 anderen Stellen in der Wörpe geschehen, zu Sohlgleiten umgestaltet.

Die Sohlgleiten wurden in geschütteter Bauweise erstellt, d.h. ihre Oberflächen bestehen aus Steinen unterschiedlicher Größe. Größere Steine (Findlinge) sind in Riegelform gesetzt und gewährleisten die Standsicherheit der Gleiten. Die Zwischenräume sind mit kleineren Steinen (Kartoffellesesteine) aufgefüllt und bilden so ein Lückensystem, in dem sich wirbellose Tierarten fortbewegen können. Durch die
Neigung der Gleite wird die Fließgeschwindigkeit soweit reduziert wird, dass Fische den Sohlsprung auch gegen die Fließrichtung durchschwimmen können. Bei einem Sohlhöhenunterschied von ca. 80 cm ergibt sich unter Berücksichtigung von Übergangs- und Beruhigungsstrecke eine Bauwerkslänge von etwa 70 m


Eine Sohlschwelle nach der Umgestaltung.
Comments