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Anlage von Kieslaichplätzen

Im Bereich der Wilstedter Mühle standen dem Wasser- und Bodenverband Teufelsmoor auf großen Abschnitten beidseitig Randstreifen zur Verfügung, die es ermöglichen, das Wörpe-Profil unter Berücksichtigung der hydraulischen Erfordernisse naturnah umzugestalten. Erfahrungen aus dem Bau der Sohlgleiten in den 90 er Jahren haben gezeigt, dass die steinige Oberfläche von zahlreichen Fischarten als Laichplatz angenommen wird. Dies bestätigt die Annahme, dass solche Laichreviere in der Wörpe nach den Ausbaumassnahmen der Vergangenheit nur noch wenig vorhanden sind. Es wurde deshalb auf weiteren Teilstrecken der Wörpe ein kiesiges Substrat eingebracht, um so die Fischfauna und insbesondere deren natürliche Vermehrung zu fördern.



Um bei dem relativ großen Geschiebetrieb in der Wörpe ein frühzeitiges Versanden der Kiesstrecke zu verhindern, musste zunächst das Mittelwasserprofil eingeengt werden, um so die Fließgeschwindigkeit zu erhöhen. Dazu wurde im Abstand von ca. 1 m vom bestehenden Böschungsfuß eine neue Uferkante in Form einer Strauchfaschine angelegt. Die Faschine besteht aus Erlen- und Birkenreisig, der an Kiefernpfählen befestigt wurde. Sie hat eine Höhe von etwa 40 cm über der Sohle und wurde mit Boden hinterfüllt, so daß sich auf Höhe Mittelwasser eine Berme ergab, die den Aufwuchs von Röhricht begünstigt. Die vorhandenen Flechtwandreste wurden in diesem Bereich entfernt. Das Einbringen des Kieses erfolgte dann in unterschiedlichen Schichtdicken bis maximal 20cm sowie mit wechselnden Neigungen. Auch die Längen (5-10m) und die Abstände (10-30m) der Kiesabschnitte wurden variert. Auf diese Weise wurden drei Wörpeabschnitte auf jeweils ca. 100 bis 150m Länge umgestaltet.